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HubSpot & Salesforce verbinden: Die Vorteile der nativen Integration 2026

Geschrieben von Martin Bayer | 14.1.2026

Hand aufs Herz: In vielen B2B-Unternehmen arbeiten Marketing und Vertrieb in getrennten Welten. Euer Marketing liebt HubSpot für die Flexibilität, der Vertrieb schwört auf Salesforce für die Tiefe der Kundenverwaltung. Das Ergebnis sind oft Datensilos, manuelle Listen oder fehlende Transparenz an der Schnittstelle zwischen beiden Abteilungen.

Die gute Nachricht:
Ihr müsst euch nicht für ein System entscheiden. Mit der nativen HubSpot-Salesforce-Integration gibt es eine leistungsstarke Lösung, um beide Plattformen zu verbinden. Während zuvor meist komplexe Middleware nötig war, hat die Standard-Verbindung in 2026 ein technisches Niveau erreicht, das für den Großteil aller Unternehmen die effizienteste Lösung darstellt – vorausgesetzt, die Architektur wird sauber aufgesetzt.

Native HubSpot-Salesforce- Integration statt Middleware
So spart Ihr schnittstellen-Kosten und Komplexität

Der Vergleich zwischen der nativen HubSpot-Salesforce-Integration und externer Middleware (wie Jitterbit, MuleSoft oder Konnektoren wie Zapier oder n8n) fällt heute oft zugunsten der nativen Lösung aus. Externe Middleware ist in speziellen Szenarien wichtig, bedeutet aber oft: Zusätzliche Lizenzkosten, aufwändige Anpassungen und ein weiteres Tool, das überwacht und gewartet werden muss.

Die von HubSpot entwickelte Salesforce-Schnittstelle ist dagegen eine in HubSpot integrierte bidirektionale Komplettlösung. Sie ist ab den Pro-Lizenzen enthalten [1], wird von HubSpot bei jedem Update automatisch gewartet und geht extrem sparsam mit API-Abrufen um [2]. Inde Ihr auf eine separate Middleware verzichtet, eliminiert ihr nicht nur eine Fehlerquelle, sondern senkt auch die laufenden Betriebskosten für Eure IT-Landschaft.

Technisch ist die Schnittstelle im Jahr 2026 sehr leistungsfähig: Die Synchronisation läuft in beide Richtungen (bidirektional) und nahezu in Echtzeit. 

 

Die 5 wichtigsten Funktionen der HubSpot-Salesforce-Integration 2026

Was die Anbindung heute wirklich mächtig macht, sind Funktionen, die früher oft teure Speziallösungen erforderten. Hier sind die Features, welche die Integration gegenüber der Alternative "Middleware" praktischer, schneller und kosteneffizienter machen:

1. Visuelles interface & Standard-Objekte

Das visuelle Interface der HubSpot-Salesforce-Integration erlaubt die Überwachung der Synchronisation inklusive Fehlerbehebung und Datenbereinigung.


Die Standard-Objekte der HubSpot-Salesforce-Integration werden dabei bequem anhand vordefinierter Field Mappings verknüpft, während weitere Salesforce-Objekte über "Custom Objects" synchronisiert werden (siehe unten).

Standard-objekte der HubSpot-Salesforce-Integration:
  • HubSpot Kontakte < > Salesforce Leads oder Contacts
  • HubSpot Unternehmen < > Salesforce Accounts
  • HubSpot Deals < > Salesforce Opportunities
  • HubSpot Tickets < > Salesforce Cases
  • HubSpot Events, Aufgaben (Tasks), E-Mails, Anrufe
    > Salesforce Events, Tasks, Calls & E-Mails

Beispiel: Wenn der Vertrieb in Salesforce eine Verkaufschance (Opportunity) auf "Gewonnen" setzt, wird dies in HubSpot automatisch im Deal aktualisiert. Das Marketing erhält dadurch wertvolles Feedback darüber, welche Kampagne tatsächlich Umsatz generiert hat.

 

2. sync-regeln & Aufnahmelisten (inclusion lists)

Auch die "Grundregeln" für die Synchronisation zwischen Salesforce und HubSpot werden bequem direkt im Interface der Integration eingestellt.


In der Regel synchronisieren die Unternehmen nicht jeden Salesforce-Kontakt (z. B. Lieferanten, Partner oder alte Datenbestände) mit HubSpot, wenn HubSpot primär für Marketing-Zwecke genutzt wird. Mit der Salesforce Inclusion List (Aufnahmeliste) wird in diesem Fall gesteuert, wer über die Schnittstelle zu HubSpot gelangen soll [3]. So werden auch die Kosten für Marketing-Kontakte nicht unnötig erhöht.


3. Visuelles Field Mapping (Feldzuweisungen)

Die Zuweisung der Salesforce-Felder zu den entsprechenden HubSpot-Eigenschaften (Properties), das sogenannte "Field Mapping", erfolgt direkt über die Einstellungen der HubSpot-Salesforce-Integration. Dort werden auch die Regeln pro Feld festgelegt – zum Beispiel, ob ein Feld bidirektional oder nur in eine Richtung synchronisiert und welches System für das Feld führend ist.


Standardfelder aus HubSpot und Salesforce werden bereits bei der Verknüpfung der Standard-Objekte der Integration automatisch gemappt, sodass gewöhnlich nur noch  die eigenen "custom" Salesforce-Felder mit den entsprechen HubSpot-Eigenschaften verknüpft werden. Felder, die in einem der Systeme noch nicht vorhanden sind, werden im betroffenen System zusätzlich angelegt, auch automatisierte Feld-Anpassungen vor oder nach der Synchronisation sind in beiden Systemen möglich. 

 

5. Synchronisation von "Custom Objects" inklusive assoziationen

B2B-Daten sind selten einfach. Ob "Produkte", "Verträge",  "Standorte" oder Statistik-Objekte – früher war der Abgleich solcher Objekte schwierig. Heute synchronisiert die Integration auch komplexe, benutzerdefinierte Objekte (Custom Objects) bidirektional zwischen Salesforce und HubSpot. Da diese Objekte auch Assoziationen (Lookup-Felder in Salesforce) haben können, können auch diese mit dem verknüpften Standard- oder Custom Object synchronisiert werden.

Beispiel: Euer Marketing kann dadurch automatisierte Kampagnen basierend auf Vertragsdaten steuern, die eigentlich in Salesforce liegen [4].




Saubere implementierung der Integration

Wenn die HubSpot-Salesforce-Integration so gut ist, warum scheitern dann Unternehmen bei der Implementierung?

Ganz einfach: Die technische Verbindung ist schnell hergestellt. Aber die logische Datenarchitektur muss zuvor sauber geplant werden.

HubSpot und Salesforce "denken" teilweise unterschiedlich:

  • Validation Rules (Validierungsregeln): Salesforce nutzt oft strenge Regeln (z. B. "Kein Kontakt ohne Bundesland"). HubSpot ist hier flexibler.

  • Apex Trigger: Im Hintergrund von Salesforce laufen oft programmierte Automatisierungen ab. Ein unsauber konfigurierter Abgleich kann diese Prozesse ungewollt auslösen und z. B. E-Mail-Lawinen im Vertrieb verursachen.

  • E-Mail Doubletten: In Salesforce können je nach Grundeinstellung unterschiedliche Kontakte dieselbe E-Mail-Adresse haben. In HubSpot geht dies nicht (oder nur mit Tricks), weil die E-Mail-Adresse ein "Unique Identifier" für eine Person ist.

    Grund: im Marketing sollte man zum Beispiel Anmeldungen zu Events auf eine Person zurückführen können (statt 2 Anmeldungen von info@) und muss eine Einwilligung zur E-Mail-Kommunikation an einem konkreten Kontakt speichern.

Wer hier einfach nur Daten über die Schnittstelle schiebt, ohne die Regeln zu beachten, produziert inkonsistente Daten ("Datenmüll"), die später mühsam bereinigt werden müssen.



So helfen unsere zertifizierten Integratoren bei der HubSpot-Saleforce-Integration

Eine Integration ist nur so gut, wie das Datenmodell dahinter. Genau hier liegt unser Ansatz als Lösungspartner. Es reicht heute nicht mehr, "nur" HubSpot-Experte zu sein. Zusätzlich sind Erfahrungen mit Middleware-Projekten, der HubSpot Salesforce-Integration selbst sowie der Salesforce-Architektur nötig, um Fehler im Prozess zu vermeiden.

Unsere Integratoren sind für HubSpot Integrations-Projekte sowie für die konkrete HubSpot-Salesforce-Integration zertifiziert und verfügen über langjährige Erfahrungen im Bereich Middleware & System-Integration. 

Wir wissen, dass gerade größere B2B Mittelständler oft viele Regeln, Automatisierungen und Ausnahmen in ihren bestehenden Systemen haben, die wir verstehen und berücksichtigen müssen. 

Daher gehen wir wie folgt vor:

  1. Bestandsaufnahme vor Umsetzung: Wir analysieren Eure  HubSpot und Salesforce Datenmodelle und Regeln und prüfen die Umsetzbarkeit mit der HubSpot-Salesforce-Integration. In den meisten Fällen unterstützen wir zudem bei der Planung der Datenstrategie und Prozesse (z.B. Lead-Qualifizierungs-Prozess).

  2. Architektur-Planung: Wir legen gemeinsam fest, welche Standard- und Custom Objects synchronisiert werden, definieren die Regeln und Datenflüsse und legen die Field Mappings mit euch an. Bei Bedarf werden zusätzliche Automatisierungen aufgesetzt.

  3. Proof-of-Concept in Sandboxes: Wir testen den Datenaustausch in einer sicheren Testumgebung, bevor wir die Integration live nehmen.  


Die optimale Datensynchronisation gelingt mit Strategie

Die native HubSpot-Salesforce-Integration ist 2026 für viele Unternehmen der wirtschaftlichste und technisch sauberste Weg, Marketing und Sales zu vereinen. Sie spart Lizenzkosten für Middleware und reduziert Komplexität.

Doch sie ist ein Profi-Werkzeug. Nutzt es, um Eure Datensilos einzureißen – aber lasst euch von Experten helfen, die für die HubSpot-Salesforce-Integration zertifiziert sind. So wird aus zwei Systemen ein echter Umsatzmotor.

 

Quellen & Nachweise

 

  • [1] Infos zur Installation & Kompatibilität:

Quelle: HubSpot-Salesforce-Integration installieren

  • [2] Zur nativen Integration & Kosten: Die Integration ist für HubSpot Professional und Enterprise Kunden kostenlos verfügbar. Sie nutzt effiziente API-Aufrufe (Batching), um Limits zu schonen.

Quelle: HubSpot App Marketplace - Salesforce Integration

  • [3] Zur Inclusion List: Offizielle Dokumentation zur Einschränkung der Synchronisation basierend auf Salesforce-Kriterien.

Quelle: HubSpot Knowledge Base: Salesforce Inclusion List erstellen

  • [4] Zu Custom Objects: Synchronisation von benutzerdefinierten Salesforce-Objekten zu HubSpot.

Quelle: HubSpot Knowledge Base: Benutzerdefinierte Salesforce-Objekte synchronisieren